Orthodoxie wendet sich Australiens Ureinwohnern zu Sidney

 

Von Heinz Gstrein

Der griechisch-orthodoxe Diasporaerzbischof von Australien, Makarios Griniezakis, hat sich auf die Seite der Ureinwohner des Kontinents gestellt und ihnen die besondere Fürsorge seiner Kirche zugesichert. Kurz erst nachdem im ganzen Land vom 27. Mai bis 3. Juni eine „Woche der nationalen Versöhnung“ zwischen der weißen Einwandererbevölkerung und diesen „Aborigenen“ begangen worden war. hatten diese – ausgelöst von den weltweiten Antirassismus-Demonstrationen nach der tödlichen Polizeigewalt gegen einen Schwarzen im amerikanischen Minneapolis – in Kundgebungen darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren auch über 400 so genannte „Australneger“ in den Händen weißer Polizisten ums Leben gekommen sind. Erzbischof Makarios verurteilte nun jede Gewalt und Diskriminierung gegen die etwa halbe Million Aborigenen, sicherte ihnen Achtung vor ihrem naturreligiösen Erbe zu. Sie seien natürlich auch im Schoss der orthodoxen Kirche willkommen, was aber durch „inkulturative“ Verkündigung anzustreben sei.

Die traditionelle Missionsmethode englischer und amerikanischer Kirchen in Australien hatte sich im wesentlichen darauf beschränkt, den „Eingeborenen“ ihre Kinder wegzunehmen und sie bei christlichen Familien oder in kirchlichen Heimen „unterzubringen“. Ausnahmen waren nur die Baptisten, von denen schon 1848 eine „Aborigenes Church“ gegründet wurde und die deutsche „Hermannsburger Mission“. Sie errichtete 1877 die Mustersiedlung Ntaria, die später auch für die Wiedergewinnung der Landrechte von Australiens Ureinwohnern wegweisend wurde.- Die orthodoxe Kirche will nun nach ihren wachsenden Verkündigungserfolgen mit Inkulturation in Schwarzafrika dieses Werk auch auf die australischen Aborigines ausdehnen. Deren „Traumzeit“-Mythologie sei durchaus offen für eine aufbauende und weiterführende Erfüllung in Jesus Christus.

ΑΦΗΣΤΕ ΜΙΑ ΑΠΑΝΤΗΣΗ

Please enter your comment!
Please enter your name here